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Evangelisch in Pilsting - eine kleine Chronik
Obwohl es in Pilsting noch nie eine eigene evangelische Kirche
gegeben hat, finden dennoch hier seit mehr als 55 Jahren evangelische
Gottesdienste statt. In den Anfängen eher hin und wieder, so heute
regelmäßig zwar nicht jeden, aber jeden dritten Sonntag. Für diese
kleine Chronik hat Hans-Jürgen Hildebrandt nachgeforscht:
Im Jahre 1945 gab es in Pilsting zwei Familien,
die evangelischen Glaubens waren:
1. Dorfpolizist Raithel mit Frau und
zwei Kindern und
2. Bauer Reindel (Harburg) mit Frau und Sohn
Siegfried.
Mitte 1945 kamen evangelische Flüchtlinge aus Schlesien,
der Tschechoslowakei und Ungarn dazu, einige auch aus Mitteldeutschland,
Ostpreußen und Pommern.
In den Jahren 1945 und 1946 veranstaltete Pfarrer Hell
in der Großköllnbacher Schule und teilweise in der katholischen
Pfarrkirche an einigen Sonntagen Gottesdienste. Ende 1946 wurden hier nun richtig Gottesdienste
abgehalten und zwar in der Friedhofs-Helden-Kapelle, in der Wieskapelle
und dann später ab 1947 im Hubertuskeller des Gasthofs Schweikl
(heute "Pilstinger Hof").
Ab 2. Dezember 1971 wurde dann ein Raum im Anbau des Gasthofs Schweikl angemietet. Der Raum diente anfänglich als Pferdestall, dann als Radio-Reparaturwerkstatt, Raiffeisenkasse, Privatwohnung und zuletzt als Heim des Schützenvereins.
Dieser Raum, in dem Helga Lehermeier für Sauberkeit sorgte, wurde am 31.März 1997 aufgegeben. Der katholische Pfarrer BGR Beer stellte dankenswerterweise den evangelischen Pilstingern die Kapelle des Kindergartens "Santa Maria" für Gottesdienste zur Verfügung (bis dato ). Diese finden in der Regel alle drei Wochen statt (siehe Gottesdienstplan).
Von 1946 bis 1955 kümmerte sich Herr Oswald, Weinbauer
aus Rumänien, um die Belange des Mesners. Von 1945 bis zum 25.März
1988 tat dies die inzwischen verstorbene Frau Zecherl, eine Flüchtlingsfrau
aus Schlesien. Seit 1988 hat Hans-Jürgen Hildebrandt das Mesneramt
inne. (hil)
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